Erweiterung der Notbetreuung ab 30.03.

Das gesamte Dokument finden Sie hier. Bitte gründlich lesen!

Es ist in jedem Fall eine Bescheinigung des Arbeitgebers nötig. Auch Elternteile der Gruppe A+, die in Abweichung von der 2-Eltern-Regel eine Notbetreuung in Anspruch nehmen wollen, benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers, dass sie unmittelbar mit der Versorgung, Betreuung oder Behandlung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut sind.

Außerdem benötigen Sie einen ausgefüllten entsprechenden Antrag. Diesen finden Sie hier: http://dornburg-camburg.de/notbetreuung-kreis-der-berechtigten-eltern/

Die zwei weitreichendsten Änderungen des umfassenden Dokuments sind:

1. Dass auch Eltern, von denen nur ein Elternteil in der Pflege oder im Gesundheitswesen arbeitet, Anspruch auf die Notbetreuung haben. Dazu spielt also der Beruf des zweiten Elternteils gar keine Rolle mehr. Diese Eltern gehören zur Anspruchsgruppe A, benötigen also grundsätzlich keine Bescheinigung des Arbeitgebers.

2. Kinder, bei denen aus Kinderschutzgründen eine Betreuung angezeigt ist, haben unabhängig vom Beruf der Eltern Anspruch auf Notbetreuung. Die Bescheinigungen der Notwendigkeit stellt der ASD des Jugendamtes aus und gibt sie entweder an die Eltern oder an die Kitas direkt. Sowohl Eltern können den Antrag stellen, als auch das Jugendamt kann die Notbetreuung anregen.

Das TMBJS macht auf seiner Seite nochmals deutlich: “Wir weisen eindringlich darauf hin, dass das Organisieren privater Betreuungsangebote untersagt ist. Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen.”

Es wird auch nochmal betont: Lehrern und Erziehern steht keine Notbetreuung für ihre Kinder zu, es sei denn letztere arbeiten in stationären Jugendhilfeeinrichtungen (also Kinderheimen). Mitarbeiter öffentlicher Verwaltungen gehören nur zur Berufsgruppe, wenn sie im entsprechenden infrastrukturell unverzichtbaren Bereich arbeiten, wie bspw. Gesundheitsämter, Katastrophenschutz oder ausdrücklich im Kinderschutzbereich der Jugendämter.