Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg (Dornburg-Camburg)

Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg

Die einzige außerhalb Weimar situierte Werkstatt aus der Frühphase der Kunst- und Designschule findet einen wichtigen Platz in der Historie der Dornburger Töpfertradition. Das Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg macht diese Zusammenhänge für die Besucher sichtbar und verständlich. Daneben wird die nicht minder bedeutsame Werkstattgeschichte der Töpferei Krehan,
der Bauhochschulzeit unter der Leitung der Töpferikone Otto Lindig, bis hin zur Familie Körting beleuchtet.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Bauhaus, Lindig, Körting – drei klingende Namen in der Keramikgeschichte und alle drei sind entscheidend mit dem idyllisch-verträumten Städtchen oberhalb des Saaletals  verbunden. Die Töpfer und die Keramik, die hinter diesen Namen stehen, kennzeichnen die Geschichte ein- und derselben Werkstatt – der Töpferei im Marstallgebäude gleich bei den weithin bekannten Dornburger Schlössern und Gärten.

Das ist eine einmalige keramikgeschichtliche Konstellation, nicht zuletzt weil die kontinuierliche Nutzung als Töpferei bis heute hat dazu geführt hat, dass Teile der Ausstattungen aus den unterschiedlichen Nutzungsperioden erhalten geblieben sind. Ein Ort mit großer Authentizität, vielen Geschichten und Anekdoten und das alles inmitten einer ganz besonderen Atmosphäre mit eindrucksvollen An- und Einsichten!

 

Das Bauhaus in Dornburg

Als Walter Gropius, Gründer und Leiter des Weimarer Bauhauses, 1920 die Keramikwerkstatt seiner Kunst- und Designschule im abgelegenen Saalestädtchen Dornburg einrichten ließ, schuf er eine ganz besondere Wirkungsstätte. Die Verhältnisse waren um 1920 noch ärmlicher, noch beengter, noch schwieriger als in der 30km entfernt gelegenen Gründungsortes des Bauhaus. Und doch entfaltet sich hier, vielleicht gerade wegen der Einfachheit und der Nähe zur Natur eine unvergleichbare Kreativität. Die Aura dieses Ortes will das neue Bauhaus-Werkstatt-Museum einfangen und das Schaffen, ebenso wie die Lebensumstände der hier wirkenden Studenten, Meister und Keramiker verständlich machen.

Die Besucher erleben durch die zwei authentischen Werkstatträume, samt  original erhaltenem Inventar, so unter anderem die noch funktionsfähige Drehscheibe aus den 1920-er Jahren, an dieser einst Otto Lindig und Theodor Bogler ihre stilprägenden Entwürfe für Vorratsbehältnisse, Kannen und Geschirr schufen, welche bis zum heutigen Tage produziert werden, einen lebendige Eindruck der Arbeitsatmosphäre in der einstigen Bauhaus-Töpferei. Auch die ebenfalls noch intakte Tonaufbereitungsanlage aus der Frühzeit des Werkstattbetriebes, welche zu Vorführzwecken im Rahmen von Führungen angeschaltet werden kann, symbolisiert nicht nur die hohe Qualität der hier hergestellten Töpferware, sondern gleichzeitig auch Beständigkeit der hiesigen Töpfertradition per se.

Daneben wird im neu angebauten Ausstellungskomplex des Museums, in diachroner Art und Weise, die gesamte Werkstattgeschichte durch eine Fülle an keramischen Objekten der jeweiligen Werkstattperiode, diversem Fotomaterial, Zeichnungen, Skizzen und Gemälden sowie zeithistorischen Dokumenten, in sehr anschaulicher Art und Weise präsentiert.

Damit bildet das neue Museum eine ganz fantastische Ergänzung zum Weimarer Bauhaus-Museum. Erfährt man dort vom Großen und Ganzen, bestaunt die ikonenhaften Endprodukte des Bauhaus-Schaffens – erlebt man hier den Mikrokosmos, das Experimentieren, das Arbeiten – den Weg und das Leben, das letztendlich die Bauhaus-Idee so wirkmächtig und zukunftsprägend werden ließ.

 

Dornburger Keramik : ein lebendiges Handwerk in Thüringen – damals wie heute

Die Weiterführung der Töpferei Körting auf verkleinerter Fläche, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den historischen Schauräumen des Museums, stellt die Verbindung zum lebendigen Töpferhandwerk bis zum heutigen Tage her. Hierdurch wird nicht nur die Familientradition vor Ort weitergetragen, sondern einmal mehr die grundlegende Verwurzelung des keramischen Handwerks in Dornburg und der Region deutlich.

Neben dem Keramik-Museum in der nur 15 Kilometer entfernt gelegenen Töpferstadt Bürgel, ist mit dem hiesigen Museum nunmehr ein zweites Museum ins Leben gerufen worden, welches die überregionale bis globale Wirkmächtigkeit keramischer Produktion aus Thüringen weit über die eigenen Landesgrenzen hinausstahlen lässt!

Für Besuchergruppen besteht selbstverständlich die Möglichkeit, nach vorheriger Terminvereinbarung geführte Besichtigungen der Werkstatt durchzuführen. Anfragen diesbezüglich bitte telefonisch richten an 036692 – 37334 oder via E-mail an verwaltung@keramik-museum-buergel.de

Das Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg ist institutionell als Außenstelle des Keramik-Museum Bürgel zu betrachten. Demgemäß erfolgen alle Anfragen, Benachrichtigungen, Buchungen sowie Reservierungen auch über das Keramik-Museum Bürgel.

 

Kontakt:

Förderkreis Keramik-Museum Bürgel & Dornburger Keramikwerkstatt e.V.

Konrad Kessler (Museumsleiter)

Keramik-Museum Bürgel

Am Kirchplatz 2

07616 Bürgel

Tel.: 036692/37333 (Bürgel)

Fax: 036692/37334

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Tel.: 036427/219521 (Dornburg)

 

 

Mail:

post@keramik-museum-buergel.de (Museumsleitung)

verwaltung@keramik-museum-buergel.de (Organisation/Verwaltung)

assistenz@keramik-museum-buergel.de (Museumsassistenz)

 

Homepage:

www.keramik-museum-buergel.de

www.bauhaus-keramik.de

 

Preise:

6,- Normalpreis
4,- Ermäßigt
10,- Kombiticket (mit Dornburger Schlössern & Keramik-Museum Bürgel)
7,- Kombiticket ermäßigt
40,- Führung ( nur nach vorheriger Anmeldung möglich!)

 

Anschrift Museum:

Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg (gegenüber Rokokoschloss)

Max-Krehan-Str. 2

07774 Dornburg-Camburg OT Dornburg

Parkmöglichkeiten:

Direkt vor dem Museum sowie auf dem unweit entfernt gelegenen Markt der Stadt Dornburg, befinden sich ausreichend Parkmöglichkeiten für KFZ sowie größere (Reise-)Busse.

Anfahrt:

Bitte beachten Sie, dass die direkte Zufahrt über die Jenaer Straße (Abfahrt von Bundesstraße 88 im Saaletal) nur für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5t möglich ist. Größere (Reise-)Busse müssen, je nach Anfahrtsrichtung, bei der Anreise auf folgende Routen zurückgreifen:

  • Von Jena/Weimar: auf der B7 bis Isserstedt, dann in Richtung Apolda abbiegen und über Vierzehnheiligen, Krippendorf, Altengönna, Lehesten, Nerkewitz, Stiebritz, Zimmern nach Dornburg.
  • Von der B88 ab Camburg auf der ausgeschilderten Umleitung

Restaurants:

Unweit des Museums befinden sich fußläufig nur wenige Gehminuten entfernt, der ,,Ratskeller’’ sowie die Gaststätte ,,Am Brauhaus’’.

 

(c) Bilder & Text copyright Keramik-Museum Bürgel, Fotograf: Tom Eckelmann (2019).